Archiv der ‘Management’ Kategorie

Management Wissen

Kultur stärken

„Die Arbeit ist auch bei uns nicht nur lustig.“ Trotzdem verzichtet Frontify auf Regelwerke, in denen steht, was die Mitarbeiter zu tun und zu unterlassen haben. „Unsere Kultur baut auf gegenseitigem Vertrauen auf,“ sagt Fischler. „Wir arbeiten selbstverantwortlich und effizient.“ Diese Kultur beizubehalten sei sehr wichtig. „Wir investieren viel Zeit in die Rekrutierung neuer Mitarbeiter“, sagt Personalchef Adrien Fernandez. „Jeder Neue muss die Kultur stärken.“ (Quelle: Spielend an die Weltspitze, Ostschweiz am Sonntag, 25.3.2018)

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Und bist Du nicht willig, so brauch ich Geduld

Das Resultat ist eindeutig: Das Schweizer Volk vertraut zwangsfinanzierten Medien. Nur, auch diese klare Mehrheit wird den technologischen Wandel nicht aufhalten: „Das Internet verändert die Gesellschaft gravierend, ich würde sogar den Begriff „Revolution“ dafür nehmen. Es gibt eine grundlegende Machtverschiebung vom Anbieter zum Nachfrager. (…) Und wenn es darum geht zu überlegen, was müssen wir ändern, dann bin ich bereit, mich entspannt zurückzulehnen. Weil diese Systeme werden eine solche Dynamik entfalten, dass wir es uns schlicht und einfach nicht leisten können, uns nicht zu verändern. Und insofern kann man sagen: Und bist Du nicht willig, so brauch ich Geduld.“  (Prof. Dr. Peter Kruse, Deutscher Bundestag, 4. Sitzung der Enquete Kommission Internet und digitale Gesellschaft, 2010)

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Ohne Widerstand geht es nicht

 

Von Jacob Burckhardt stammt die Erkenntnis, dass Geschichte nicht klug für ein andermal, sondern weise für immer macht. Es geht nicht um Rezepte, sondern um Erkenntnisse. Dies gilt auch für die Herausforderungen, die mit einem Strukturwandel verbunden sind. Immer waren innovative Unternehmer die treibenden Kräfte. So auch im 18. Jahrhundert in St.Gallen, in der Zeit der Leinwandkrise. Wohl kein Zufall ist, dass diese als Einwanderer oder als europaweit tätige Kaufleute in der Stadtpolitik nur eine untergeordnete Rolle spielten. Ihre Unabhängigkeit erlaubte es ihnen, Bestehendes in Frage zu stellen und mit neuen Produkten und vor allem mit einer neuen Produktionsweise auf veränderte Bedürfnisse und Rahmenbedingungen zu reagieren. Der Weg aus der Leinwandkrise führte nicht über politisch motivierte Sicherheitsversprechen und die Garantie des Status Quo. Entscheidend waren vielmehr veränderungsbereite Persönlichkeiten, die nicht den mit dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel verbundenen Gegenwind bekämpften, sondern die Segel neu setzten.

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Management Wissen

Die Luft der Freiheit weht

 

Obwohl wir uns erst am Anfang der digitalen Transformation befinden, ist absehbar, in welche Richtung wir unterwegs sind. Dank den Kundenbewertungen in Tripadvisor finden wir ein kleines Boutiquehotel in Bordeaux. Uber macht aus Privatpersonen Taxiunternehmer und mit Airbnb buchen wir Gästezimmer in privaten Haushalten. Dies alles im Sinne einer direkten Verknüpfung privater Interessen und unter Ausschluss staatlich geschützter Monopole und Kontrollinstanzen. Wunderbar. Die eigene Entscheidungsfähigkeit, die eigenen Kompetenzen und der eigene Mut zum Risiko melden sich zurück. Daran werden auch die Proteste der Nutzniesser staatlicher Sicherheitsversprechen nichts ändern.

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Schreibmaschinen-Symphonie

 

1964: Zu den kulturellen Ikonen der Expo in Lausanne gehört die Schreibmaschinen-Symphonie von Rolf Liebermann. Im gleichen Jahr verabschiedet das Bundesparlament das Arbeitsgesetz. 2015: Die Schreibmaschinen klappern nicht mehr. Heute summen Computer, Smartphones, das Internet. Vergleichbar radikal verändert hat sich die Arbeitswelt. Nur, dies interessiert den Bundesrat nicht. Was 1964 beschlossen wurde, muss im Jahre 2015 durchgesetzt werden. Und die Folgen? Julien Borel, Schweizer und leitender Ingenieur bei Google bringt es auf den Punkt: weiterlesen